Erstellt: 26.04.2013 08:38 | Letzte Änderung: 26.04.2013 08:38

Regierung hält Mindestzahlen für Pflegekräfte in Krankenhäusern nicht für sinnvoll :- /

Die Bundesregierung lehnt gesetzliche Mindestanforderungen an die personelle Ausstattung in Krankenhäusern ab. Eine solche Vorgabe würde die notwendigen Dispositionsmöglichkeiten der Krankenhäuser „unangemessen einschränken“, heißt es in einer Antwort der Regierung (17/13041) auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion (17/12787). Eine gesetzliche Regelung sei „nicht sinnvoll und auch kaum sachgerecht möglich“.

http://www.bundestag.de/presse/hib/2013_04/2013_234/02.html

Erstellt: 05.04.2013 09:14 | Letzte Änderung: 05.04.2013 09:14

Chinesische Pflegekräfte - das böse Spiel mit dem "Fachkräftemangel"

Chinesische Pflegekräfte – das böse Spiel mit dem „Fachkräftemangel“

Da hierzulande rund 30.000 Fachkräfte im Pflegebereich fehlen und potentielle Bewerber aus der EU einen weiten Bogen um das Niedriglohnparadies Deutschland machen,will die Bundesagentur für Arbeit nun im großen Stil Pflegekräfte aus China und den Philippinen anwerben. Doch was sich hinter dem vermeintlichen „Fachkräftemangel“ versteckt, ist eigentlich vielmehr die logische Folge der Privatisierung des Gesundheitssystems. Der drohende Pflegenotstand wurde mutwillig herbeigeführt und ist politisch durchaus gewollt. Von Jens Berger

http://www.nachdenkseiten.de/?p=16751

Erstellt: 19.03.2013 11:40 | Letzte Änderung: 19.03.2013 11:40

Die Krankenschwester gibt's nicht mehr

Früher war die Pflegende nur die Hilfskraft des Arztes. Heute nennt sie sich Advanced Practice Nurse und hat ein Studium absolviert. Als Folge der demografischen Entwicklung mit häufigeren chronischen Erkrankungen hat sich der Pflegeberuf neu erfunden – zum Nutzen der Patienten. Von Irène Dietschi
Schwester Susanne war ein rothaariger Engel am Patientenbett: freundlich, hilfsbereit, fleissig, in medizinischen Fragen bewandert – und überdies so entzückend, dass ein Doktor mit pechschwarzem Haupthaar ihren Reizen erlag und sie später zur Frau nahm. «Susanne Barden», wie die Heldin der von der US-Autorin Helen Dore Boylston (1895–1984) geschaffenen Jugendbuchreihe hiess, inspirierte zahllose junge Mädchen zu ihrer Berufswahl: Krankenschwester. Das war im letzten Jahrhundert.
Heute verkörpern Pflegende, die sich am Patientenbett um kranke Menschen kümmern, noch immer die gleichen Stärken: Sie sind freundlich, hilfsbereit, fleissig und medizinisch versiert – oft auf hohem Niveau. Sie wollen andere dabei unterstützen, wieder gesund zu werden, sie haben Freude an medizinischen Behandlungen und an der Kommunikation mit Patienten. Aber die klassische, sich unterordnende «Krankenschwester» existiert nicht mehr. Je nach Ausbildungsstufe nennt sie sich heute Pflegefachfrau, Fachangestellte Gesundheit, Advanced Practice Nurse, Pflegeexpertin, Nurse Practitioner und mehr.
Hipster-Brille
Pflege ist im 21. Jahrhundert ein akademisches Fach geworden. Eine Pionierrolle spielte in der Schweiz das Institut für Pflegewissenschaft an der Universität Basel, das Pflegefachleute seit 2001 auf Hochschulstufe ausbildet. Inzwischen haben die Fachhochschulen nachgezogen. «Wer an der ZHAW Pflege studiert, gehört zu den Besten» – mit diesem Slogan wirbt die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Winterthur für ihren Bachelor-Studiengang in Pflege, dabei zwinkert ein blondes Mädchen im Graduierten-Kostüm cool vom Plakat. Auch junge Männer sind mit der Kampagne angesprochen. Ein Werbeträger mit Hipster-Brille auf der Nase behauptet: «Mit dem Pflegestudium stehen mir alle Türen offen.»
Zum Beispiel die Tür zur 20-köpfigen Forschungsabteilung des Instituts, die Schwerpunkte setzt in der «gemeindenahen, integrierten Versorgung» (Spitex) oder in der «akut-kritischen Pflege». Die Studien schaffen es in angesehene Fachjournale wie das «Journal of the American Geriatrics Society». Für Forschungsleiter Lorenz Imhof, der 2003 an der University of California promoviert hat und 2011 zum Professor an der ZHAW ernannt worden ist, gibt es keinen Zweifel: Die Schweiz braucht mehr gut ausgebildete Fachleute in der Pflege, und unser Land benötigt auf diesem Feld auch mehr Wissen.
...
http://webpaper.nzz.ch/2013/03/17/wissen/K212D/die-krankenschwester-gibt-s-nicht-mehr?guest_pass=110dd13ffe:K212D:66d53d3d383db98ac22f5d279a6c8d57b2bd4332

Erstellt: 13.03.2013 19:59 | Letzte Änderung: 13.03.2013 19:59

Minigewerkschaften mit Maxieinfluss

Die kleinen, aber schlagkräftigen Spartengewerkschaften sorgen zunehmend dafür, dass die alten Platzhirsche vorgeführt werden. Jetzt will Ursula von der Leyen gegen die Minigewerkschaften gesetzlich vorgehen Spartengewerkschaften entwickeln sich für Arbeitgeber und Gewerkschaften zunehmend zum Problem. In den vergangenen Wochen haben die häufigen Streiks in verschiedenen Branchen bei den betroffenen Unternehmensleitungen für Ärgernis über das kämpferische Auftreten der Minigewerkschaften gesorgt. Doch auch die großen Gewerkschaften stellen diese Spartenvereinigungen vor immer größere Schwierigkeiten. Nun will Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen gesetzlich gegen die Kleinen vorgehen. Genaue Pläne scheint es innerhalb des Ministeriums bislang jedoch noch nicht zu geben. Ralf Heß, 13.03.2013 http://www.heise.de/tp/artikel/38/38736/1.html

Erstellt: 12.03.2013 12:38 | Letzte Änderung: 12.03.2013 12:38

Petition zum Thema Pflege führt zu Streit im Ausschuss

Petition zum Thema Pflege führt zu Streit im Ausschuss

Petitionsausschuss - 11.03.2013

Berlin: (hib/HAU) Die zu Beginn der öffentlichen Sitzung des Petitionsausschusses am Montagnachmittag behandelte Petition zur Situation der Pflege ist von Koalition und Opposition unterschiedlich beurteilt worden. Während die Fraktionen von SPD, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen großes Verständnis für die von der Petentin Annett Kleischmantat erhobenen Forderungen äußerten und das Handeln der Bundesregierung kritisierten, warfen Abgeordnete von Union und FDP der Petentin Populismus vor. Zudem würde sie mit nicht bewiesenen Unterstellungen argumentieren.

Die Petentin hatte zuvor die Situation in der Pflege als dramatisch beschrieben. Der sich aus den Landesrahmenverträgen ergebende Personalschlüssel von drei Pflegekräften auf 30 zu betreuende demente Personen sei nicht geeignet, um diese angemessen zu betreuen. Ohnehin sei es falsch, „dass sich der Bund der Verantwortung entzieht“, und diese an die Länder weitergebe, sagte die Petentin. Die aktuelle Situation fordere eine „sofortige staatliche Intervention“. Kleischmantat verwies zudem darauf, dass eine große Intransparenz herrsche, was den Umgang der Pflegeheimbetreiber mit den teils immensen Heimkosten angehe. Ihre Forderung lautete: „Die Gewinne der Einrichtungen müssen in den Betrieb investiert werden.“

http://www.bundestag.de/presse/hib/2013_03/2013_128/01.html

Erstellt: 12.03.2013 12:38 | Letzte Änderung: 12.03.2013 12:38

Brandbrief des Bundesverbands Pflegemanagement

Brandbrief des Bundesverbands Pflegemanagement

Seit zwei Monaten liegt ein Brandbrief des Bundesverbands Pflegemanagement im Kanzleramt - unbeantwortet.

BERLIN. Der Bundesverband Pflegemanagement ist massiv verärgert angesichts mangelnder politischer Sensibilität für die Pflegepolitik.

Am 8. Januar hatte sich der Verband in einem offenen Brief zur Pflegesituation an Bundeskanzlerin Angela Merkel gewandt und appelliert, das Thema Pflege zur Chefsache zu machen. Vorgeschlagen wurden ein Pflegestrukturgesetz und die Schaffung von Pflegekammern.

"Eigentlich haben wir mit unserem Brief die Steilvorlage für ein perfektes Wahlkampfthema geliefert", so Peter Bechtel, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Pflegemanagement.

Denn die Gesellschaft habe die Dramatik der Pflegesituation aufgrund der zunehmenden Pflegebedürftigkeit im eigenen familiären Umfeld realisiert. "Nur die Politik bleibt unbeeindruckt." (HL)

http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/pflege/article/834968/pflege-merkel-schweigt-unbeeindruckt.html

Erstellt: 11.03.2013 15:33 | Letzte Änderung: 11.03.2013 15:33

Ärzte fühlen sich durch lange Arbeitszeiten gesundheitlich beeinträchtigt

Ärzte fühlen sich durch lange Arbeitszeiten gesundheitlich beeinträchtigt

Berlin – Fast drei Viertel der Klinikärzte fühlt sich durch ihre Arbeitszeiten im Krankenhaus in ihrer Gesundheit beeinträchtigt, besonders durch Schlafstörungen und häufige Müdigkeit. 89 Prozent der betroffenen Ärztinnen und Ärzte fühlen sich dadurch auch in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt. „Das ist ein alarmierender Befund“, kommentierte Rudolf Henke, 1. Vorsitzender desMarburger Bundes (MB), diese Ergebnisse einer aktuellen repräsentativen Umfrage unter Mitgliedern des Marburger Bundes bei deren Präsentation in Berlin.

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/53690/Aerzte-fuehlen-sich-durch-lange-Arbeitszeiten-gesundheitlich-beeintraechtigt

Erstellt: 08.03.2013 11:53 | Letzte Änderung: 08.03.2013 11:53

Berufstätigkeit der Frau bester Schutz vor Frauen- und Kinderarmut

Berufstätigkeit der Frau bester Schutz vor Frauen- und Kinderarmut

Stuttgart, 08. März – Zum Internationalen Frauentag fordert der Caritasverband Rottenburg-Stuttgart von der Politik eine solide Gesetzesgrundlage, damit Frauen mit Kindern ein berufliches Standbein auf- und ausbauen können. Dies sei der effektivste Schutz vor Armut. Angesichts der vielen Frauen in Not, die tagtäglich die Beratungsstellen der Caritas aufsuchten, werde deutlich: Gerade das Unterbrechen der Erwerbsbiografie und Minijobs tragen dazu bei, dass viele Frauen in Deutschland in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Dabei müssten zunehmend Frauen das Einkommen in der Familie absichern, sei es, weil der Partner arbeitslos oder krank werde oder ein Einkommen für den Unterhalt der Familie einfach nicht ausreiche.

http://www.politikexpress.de/berufstaetigkeit-der-frau-bester-schutz-vor-frauen-und-kinderarmut-830262.html

Erstellt: 08.03.2013 11:22 | Letzte Änderung: 08.03.2013 11:22

Klinik-Verkauf vor Gericht

Klinik-Verkauf vor Gericht

Offenbach, 08.03.2013 Die Gegner des Verkaufs des kommunalen Klinikums in Offenbach ziehen vor Gericht. Die Initiatoren eines Bürgerbegehrens haben Klage gegen die Stadt eingereicht.

Die Kläger wollen das Bürgerbegehren gegen den Verkauf des städtischen Klinikums gerichtlich zu erzwingen. Verklagt wird die Stadt Offenbach. Sie lehnt das Bürgerbegehren ab, obwohl die Unterstützer deutlich mehr Unterschriften als erforderlich gesammelt hatten. In der Stadtverordnetenversammlung war die Initiative Anfang Februar ebenfalls gescheitert.

Die Stadt muss ihr seit Jahren defizitär arbeitendes Krankenhaus auf Drängen des Landes und der Aufsichtsbehörde privatisieren. Bis Ende März soll es verkauft werden. Das Bürgerbegehren war von der Piratenpartei initiiert worden. Die Begründung: Wenn der Sanierungsprozess konsequent fortgesetzt würde, sei Mitte 2015 eine schwarze Null zu erwarten. Zuständig für die eingereichte Klage ist das Verwaltungsgericht Darmstadt.

http://www.kma-online.de/nachrichten/politik/klinikum-offenbach-klinik-verkauf-vor-gericht___id__30493___view.html

Erstellt: 06.03.2013 16:00 | Letzte Änderung: 06.03.2013 16:00

Neuer Tarifabschluss für 50.000 Klinikärzte

Neuer Tarifabschluss für 50.000 Klinikärzte

Düsseldorf, 06.03.2013 – Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) haben sich nach dreitägigen Verhandlungen auf einen neuen Tarifabschluss für die rund 50.000 Ärztinnen und Ärzte in kommunalen Krankenhäusern geeinigt. Der Kompromiss sieht u.a. Verbesserungen in der Arbeitszeitgestaltung und lineare Gehaltssteigerungen in zwei Stufen mit einem Gesamtvolumen von insgesamt 5,2 Prozent vor. „Hinter uns liegt ein hartes Stück Arbeit. Wir haben nach langen und zähen Verhandlungen ein akzeptables Ergebnis erzielt, das keine Jubelstimmung auslösen wird, aber in der Gesamtbetrachtung durchaus vorzeigbar ist“, sagte Rolf Lübke, Verhandlungsführer des Marburger Bundes.

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/53638/Kommunale-Krankenhaeuser-Tarifabschluss-fuer-50-000-Aerzte?utm_source=twitterfeed&utm_medium=twitter

Erstellt: 01.03.2013 09:12 | Letzte Änderung: 01.03.2013 09:12

Die Geburt eines neuen Berufs

Die Geburt eines neuen Berufs

BERLIN. Im deutschen Gesundheitswesen entsteht ein neuer Beruf: der Notfallsanitäter. Der Bundestag hat am späten Donnerstagabend einen entsprechenden Gesetzesentwurf der Bundesregierung mit den Stimmen der Koalition beschlossen.

Das neue Berufsbild des Notfallsanitäters soll ab dem 1. Januar die Ausbildung zum Rettungsassistenten ersetzen. Statt wie bisher zwei Jahre, sollen die künftigen Retter drei Jahre lang ausgebildet werden.

Auch die Zugangsvoraussetzungen steigen: Künftig wird die Mittlere Reife verlangt, bislang reichte ein Hauptschulabschluss. Außerdem sollen Modellprojekte zur akademischen Ausbildung sollen erprobt werden. Der Bundesrat soll am 22. März zustimmen. Ein Einspruch wird nicht erwartet.

Kern der Novelle ist die bessere Qualifizierung des Rettungsdienstpersonals. In ihrer Ausbildung sollen die künftigen Notfallsanitäter auch invasive Maßnahmen erlernen, etwa das Legen von intravenösen Zugängen, Beatmungstechniken oder die Narkoseeinleitung.

Sie sollen damit in der Lage sein, bei lebensbedrohlichen Zuständen selbstständig "medizinische Maßnahmen" bis zum Eintreffen des Notarztes durchzuführen.

http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/article/834504/notfallsanitaeter-geburt-neuen-berufs.html

Erstellt: 26.02.2013 17:32 | Letzte Änderung: 26.02.2013 17:32

Tarifverhandlungen Paradox

Tarifverhandlungen Paradox

Gewerkschaft protestiert gegen Gewerkschaft

DGB-Chef Sommer fordert üppige Lohnzuwächse zur "Stärkung der Massenkaufkraft". Die IG Metall will 5,5 Prozent mehr. Doch bei den Mitarbeitern der eigenen Rechtsschutz GmbH knausert der DGB.

http://www.stern.de/wirtschaft/news/tarifverhandlung-paradox-gewerkschaft-protestiert-gegen-gewerkschaft-1976566.html

Erstellt: 22.02.2013 14:30 | Letzte Änderung: 22.02.2013 14:30

Einladung Solidaritätsfest Opel Bochum

Nachricht

Einladung Solidaritätsfest

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
werte Freunde des Bochumer Opel Standortes und deren Beschäftigten,

vielen herzlichen Dank für die bisherige Solidarität und gezeigte Unterstützung. Das hat uns Kraft gegeben und Eure Solidarität brauchen wir auch weiterhin, um den Standort und tausende Arbeitsplätze bei Opel und in der Region abzusichern.  

Am Sonntag, 3. März, ab 11.00 Uhr findet in der Bochumer Innenstadt, rund ums Rathaus und dem Boulevard, ein großes Solidaritätsfest statt. Wir möchten Dich / Sie / Euch herzlich einladen, dieses Ereignis gemeinsam mit den Beschäftigten von Opel, den Partnerbetrieben, den Zulieferern und vielen, vielen mehr zu erleben. Es wird ein buntes Programm für Groß und Klein geben und für das leibliche Wohl wird gesorgt sein. Weitere Informationen sind auf dem angehängten Flyer oder unter www.wir-gemeinsam.eu zu finden.

Erstellt: 21.02.2013 08:25 | Letzte Änderung: 21.02.2013 08:25

Koalition erwägt Finanzspritze für Kliniken

Koalition erwägt Finanzspritze für Kliniken

Der Ruf nach mehr Geld wird womöglich erhört: Die Kliniken in Deutschland dürfen auf eine Finanzspritze aus der Politik hoffen. Das hat CDU-Politiker Jens Spahn beim Krankenhausgipfel gesagt.
BERLIN. Die schwarz-gelbe Koalition erwägt, die Kliniken für 2013 finanziell zu entlasten.
"Wir nehmen angesichts steigender Personalkosten die finanziell angespannte Lage an vielen Krankenhäusern in Deutschland ernst", sagte CDU-Politiker Jens Spahn beim Krankenhausgipfel am Dienstag in Berlin.
Die Koalition werde jetzt beraten, "ob und was es in 2013 zusätzlich geben kann". Diese kurzfristige Hilfe solle bereits in den nächsten Wochen umgesetzt werden, so Spahn.
Zuvor hatte der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Alfred Dänzer, gefordert, die Koalition müsse die Schere zwischen steigenden Leistungen und Preisminderungen schließen. Seit 2006 seien die Tariflöhne um rund 16 Prozent gestiegen, die Preise für Kliniken aber nur um 8,7 Prozent.
Rote Zahlen für jedes zweite Krankenhaus
Daher hätten die Kliniken 3,6 Milliarden Euro in den letzten Jahren einsparen müssen, sagte Dänzer. Er bezeichnete die finanzielle Lage der Krankenhäuser als ein "Problem von nationaler Tragweite".
2013 würde voraussichtlich jedes zweite Krankenhaus rote Zahlen schreiben. Als eine Maßnahme könnten die Landesbasisfallwerte für 2013 angehoben werden, schlug Dänzer vor.
"Aber damit Sie mich richtig verstehen, ein Aufschlag von 0,05 Prozent wie in 2012 reicht dafür nicht", sagte der DKG-Präsident in Richtung der anwesenden Politiker.
Von den mehr als 1000 Klinikmanagern, die für den Krankenhausgipfel in die Hauptstadt gereist waren, erntete Dänzer kräftigen Applaus. Gemeinsam unterzeichneten sie die
Berliner Petition für eine faire Krankenhausfinanzierung.
Damit fordern die Kliniken die Regierung dazu auf, ihnen noch im Jahr 2013 finanziell zu helfen, um steigende Kosten zu decken. Auch sollten die Kürzungen in Höhe von 750 Millionen Euro bis Ende 2014 an die Kliniken zurückfließen, sagte Dänzer.
Kassen: Kliniken brauchen moderne Strukturen
Aber nicht nur der Bund auch die Bundesländer, die für die Krankenhausplanung zuständig sind, sollten ihren Verpflichtungen nachkommen, heißt es in der Petition.
Denn bisher stellten die Länder nicht ausreichend Investitionsmittel bereit.
Von fünf Milliarden Euro, die bundesweit pro Jahr gebraucht würden, werde nur die Hälfte ausgezahlt, sagte DKG-Sprecher Moritz Quiske.
Anders bewerten die Krankenkassen den Finanzbedarf der Kliniken. Sie bräuchten nicht insgesamt mehr Geld, sondern moderne Strukturen, sagte Florian Lanz, Sprecher des GKV-Spitzenverbandes, der dpa.
Hingegen verwies DKG-Präsident Dänzer darauf, dass die Bürger laut Umfragen derzeit noch mit der Versorgung in den Kliniken zufrieden seien.
Dies könne sich aber schnell ändern, wenn sich auch in Deutschland Warteschlangen in den Häusern bildeten wie in Großbritannien, Portugal und Griechenland, so Dänzer.
Lindemann schätzt: Es fehlen bis zu 500 Millionen Euro
Im Vorfeld des Krankenhausgipfels hatte sich bereits die FDP im Bundestag für mehr Geld für Kliniken stark gemacht. FDP-Gesundheitspolitiker Lars Lindemann sorgt sich um die anhaltende Finanznot vor allem kommunaler Krankenhäuser.
"Wir können die Entwicklung nicht einfach so weiterlaufen lassen, das trifft dann vielleicht die falschen Krankenhäuser – wie zum Beispiel die kleineren Kliniken, die in der Fläche einen Versorgungsauftrag haben", sagte er der "Ärzte Zeitung".
Lindemann schätzt, dass den
Kliniken derzeit etwa 400 bis 500 Millionen Euro fehlen. Er rechnet damit, dass wegen dieser Defizite kleinere Krankenhäuser schließen müssten. (jvb/sun)

Erstellt: 20.02.2013 09:36 | Letzte Änderung: 20.02.2013 09:36

Wir sind das Krankenhaus

Wir sind das Krankenhaus

Eine Initiative des Betriebsrates LKH Graz West. Ein Kurzfilm über Mitarbeiter und Patienten des LKH Graz West die die positiven Seiten dieses Krankenhauses aufzeigen.
Danke allen Beteiligten und Philipp Harb (Schnitt) und Clemens Niel (Musik) für das Video.
www.lkh-grazwest.at

http://www.youtube.com/watch?v=XHsspbpqkTI

Erstellt: 19.02.2013 13:30 | Letzte Änderung: 19.02.2013 13:30

Kommission will mehr Verantwortung für Pflegende

Kommission will mehr Verantwortung für Pflegende

Die Kommission für Gesundheitspolitik der Heinrich-Böll-Stiftung tritt dafür ein, dass Pflegefachkräfte künftig eigenverantwortlich Aufgaben übernehmen, die bislang nur Ärzten vorbehalten waren.

Den Vorstellungen der Kommission zufolge sollen qualifizierte Pflegefachkräfte eigenständig und eigenverantwortlich Aufgaben der Ärzte übernehmen, heißt es in dem Bericht "Wege zu mehr Effizienz, Qualität und Humanität in einem solidarischen Gesundheitswesen". Gelten soll das für "Prävention und Gesundheitsförderung, Diagnostik und Behandlung, Rehabilitation und Palliation einschließlich Beratung". Die Kommission spricht von einem Paradigmenwechsel und erwartet sich davon eine gesteigerte Attraktivität und Arbeitszufriedenheit aller Gesundheitsberufe. Ein "Berufegipfel", zu dem Vertretungen aller Professionen eingeladen werden, soll einen Dialogprozess eröffnen.

Erstellt: 12.02.2013 16:41 | Letzte Änderung: 12.02.2013 16:41

Verkürzung der Ausbildung für Pflegehelfer - ein nicht akzeptables Risiko

Verkürzung der Ausbildung für Pflegehelfer – ein nicht akzeptables Risiko

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) bezieht in einem Brief an die politischen Entscheider im Bundestag und einer heute veröffentlichten Stellungnahme Position zu geplanten Änderungen in der Altenpflegeausbildung. Der Verband hält den neuen Verkürzungstatbestand für einen absolut verfehlten Ansatz und fordert den Gesetzgeber auf, den Standard einer dreijährigen Berufsausbildung nicht zu unterlaufen. „Der DBfK lehnt den vorgesehenen Verkürzungstatbestand in § 7 Abs. 4 Punkt 3. Altenpflegegesetz um ein Jahr für den beschriebenen Personenkreis ausdrücklich ab“, sagt dazu die stellvertretende DBfK-Präsidentin Gertrud Stöcker. „Es handelt sich um Pflegehelfer, die ohne oder mit geringer Qualifikation in der Pflege gearbeitet haben. Diese Beschäftigung ersetzt keinesfalls ein Jahr der sonst dreijährigen Altenpflegeausbildung“, so Stöcker weiter. Hier werde eine deutliche Kompetenzverdünnung mit nachfolgend erheblichen Versorgungsrisiken in Kauf genommen. Die vorgesehene Kompetenzfeststellung lasse außerdem viel Spielraum und werde zu unterschiedlichen Anforderungen in den Bundesländern führen. Zudem sei die Gefahr gegeben, bei zunehmendem Fachkräftemangel die Maßstäbe abzusenken.

Der DBfK begrüßt zwar ausdrücklich die auch im Gesetzentwurf vorgesehene geplante Finanzierung des 3. Jahres der Altenpflegeausbildung bei Umschüler/innen, bedauert aber, dass diese Regelung zum wiederholten Male nur befristet gelten soll.

Die Stellungnahme bezieht sich auf einen dem Bundestag vorliegenden Gesetzentwurf, der kommende Woche verabschiedet werden soll. Dieser entstand im Zusammenhang mit der Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive Altenpflege und erweitert Verkürzungstatbestände der Altenpflegeausbildung für nicht oder gering qualifizierte Pflegehelfer mit Berufserfahrung.

Berlin, 12. Februar 2013

Die vollständige Stellungnahme ist als Download abrufbar unter
www.dbfk.de/download/download/DBfK-Stena-zu-Altenpflegegesetz-2013-02-11.pdf .

Erstellt: 06.02.2013 12:34 | Letzte Änderung: 07.02.2013 12:04

Uniklinik Freiburg will Pflegepersonal reduzieren

Uniklinik Freiburg will Pflegepersonal reduzieren

Wo soll das noch hinführen? Was machen die Krankenkassen mit Ihren Überschüssen?

„Um die anstehenden teuren Baumaßnahmen zu finanzieren, sollen an der Uniklinik Freiburg offenbar kräftig Stellen eingespart werden - auch in der Pflege.

Das anvisierte Ziel sei eine Steigerung der Umsatzrendite von bisher etwa einem auf bis zu sieben Prozent und damit auf bis zu 42 Millionen Euro Jahresgewinn, berichtet die "Badische Zeitung". 2.800 Pflegekräfte arbeiten in der Uniklinik. Bis zu drei Prozent davon – das wären etwa 84 Kräfte – sollen nun wegfallen, so die Zeitung. Der Personalrat spricht gar von 10 Prozent Personalabbau in der Pflege.

Grund für die Einsparungen sollen auch die geplanten Neubauten der Klinik sein: Die Kosten der Gebäude für die Krebsmedizin, Kinderheilkunde und Chirurgie sind mit insgesamt 400 Millionen Euro veranschlagt. Die Hälfte zahlt das Land, 120 Millionen hat die Klinik laut Informationen der "Badischen Zeitung" noch auf der hohen Kante – die fehlenden 80 Millionen müssen nun zusammengespart werden.“

http://www.kma-online.de/nachrichten/klinik-news/einsparung-uniklinik-freiburg-will-pflegepersonal-reduzieren___id__30123___view.html?sid=82ec091594293098fddbd965f8235497

Erstellt: 10.01.2013 11:50 | Letzte Änderung: 10.01.2013 11:50

¿¡ Neuer Trend in Mitteleuropa "Bitte nur kein Mädchen"?!

¿¡ Neuer Trend in Mitteleuropa "Bitte nur kein Mädchen"?!

http://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Bitte-nur-kein-Maedchen-id23373406.html

Erstellt: 18.07.2012 | Letzte Änderung: 20.08.2012

Startgutschrift der ZVK nach der Überarbeitung durch ver.di

Erstellt: 14.07.2012 | Letzte Änderung: 14.07.2012

Arbeitsverdichtung auf der Intensivstation kann schwerwiegende Folgen haben

Pressemitteilung des DIP, Köln, 12. Juli 2012

Studie: Arbeitsverdichtung auf der Intensivstation kann schwerwiegende Folgen haben

Zwischenfälle wären bei besserer Personalausstattung vermeidbar

Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) hat heute die Ergebnisse des Pflege-Thermometers 2012 vorgestellt. Insgesamt wurden im Rahmen der Studie 535 Leitungskräfte von Intensivstationen zur Personalausstattung, Patientenversorgung, Patientensicherheit und zum Aufgabenbereich der Intensivpflege in ganz Deutschland befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass dort, wo ein besonderer Pflegepersonalmangel besteht, die Risiken für die Patienten auch besonders hoch sind. Sichtbar wird aber auch, dass es inzwischen üblich ist, dass Pflege und Medizin in der Intensivtherapie auf Augenhöhe arbeiten und wichtige Entscheidungen gemeinsam treffen. Die Studie wurde von der B. Braun-Stiftung gefördert.

Projektleiter Prof. Michael Isfort vom dip brachte die Untersuchungsergebnisse hinsichtlich der Patientensicherheit auf folgenden Punkt: „Wir waren schon überrascht, wie häufig kritische Zwischenfälle beschrieben worden sind. Das Ausmaß ist erschreckend. Wir haben flächendeckend Probleme identifiziert, die vermeidbar erscheinen. Dazu aber müssten die Empfehlungen der Fachgesellschaften zur Ausstattung mit Fachpersonal und technischem Gerät konsequent umgesetzt werden“.

Laut Studie lassen sich Mängel nicht nur in der Angehörigenbetreuung und in der psychosozialen Begleitung der Patienten ausmachen. Betroffen sind auch Kernelemente der Pflegearbeit wie eine angemessene Überwachung von verwirrten Patienten, die Mobilisierung von Patienten oder die Unterstützung der Nahrungsaufnahme. Selbst bei Medikamentengaben und Hygienemaßnahmen oder Verbandswechseln sind es jeweils etwas mehr als die Hälfte der Befragten, die Fehler innerhalb der letzten sieben Arbeitstage nicht ausschließen konnten. In der Studie wurde darüber hinaus nachgewiesen, dass besonders dort eine höhere Fehlerquote eingeschätzt wurde, wo drei statt zwei Patienten von einer Pflegekraft betreut werden. Damit wird ein Zusammenhang zwischen einer geringeren Pflegekapazität und höheren Risiken für die Patienten sichtbar.

Die Arbeitsbelastung für die Pflegefachkräfte auch auf Intensivstationen nimmt weiter zu. Die Zahl der Behandlungsfälle steigt von Jahr zu Jahr, aber die Personalausstattung hinkt hinterher. Dies drückt sich auch in relevanten Belastungsparametern aus. Jede zweite befragte Leitungskraft stellt eine Zunahme an ernsthaften und längerfristigen Erkrankungen bei den Mitarbeitern fest. So stiegen die Krankheitsdauer, die Krankheitshäufigkeit und kurzfristige Krankheitswiederholung bei Mitarbeitern in den letzten beiden Jahre deutlich an.

Die Studie zeigt aber auch die hohe Verantwortungsbereitschaft der Pflegefachkräfte und deren Eigenständigkeit im Handlungsfeld der Intensivpflege auf. Isfort betont, „dass die Pflegekräfte vielerorts eigenverantwortlich die Therapien nicht nur überwachen, sondern inzwischen auch selbstständig steuern. Das gilt sowohl für Aspekte der Beatmungstherapie als auch für die kurzzeitige Regulierung von Medikamentengaben“. Damit nimmt die Pflege zusehends eine Schlüsselstellung in der Intensivtherapie ein und führt bereits heute zahlreiche Leistungen eigenverantwortlich aus, die üblicherweise dem ärztlichen Dienst zugeschrieben werden. „Die Realität in der Pflege ist weiter, als berufspolitische Diskussionen und Statements von Gesundheitspolitikern es erahnen lassen“, so Isfort.

Der Konkurrenzkampf um gut ausgebildete Pflegefachkräfte ist in vollem Gange. Das Abwerben von Mitarbeitern von Intensivpflegestationen ist inzwischen an der Tagesordnung. Zahlreiche offene Stellen können zeitnah nicht wiederbesetzt werden. In der Studie wird insgesamt das umfassende Problemfeld der Nachwuchsgewinnung, Personalrekrutierung und der Personalbindung sichtbar, das die Krankenhäuser alleine nicht kurzfristig werden lösen können.Isfort: “ Es wird höchste Zeit, dass umfassend in die Pflege investiert wird, wenn die Gesundheitsversorgung in Deutschland auf möglichst hohem Niveau erhalten bleiben soll“.

Die Studie kann kostenlos unter www.dip.de heruntergeladen werden. Das Pflege-Thermometer 2012 ist bereits die sechste größere Untersuchung dieser Art seit 2002.

Das gemeinnützige Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) ist ein Institut an der Katholischen Hochschule NRW (KatHO NRW) in Köln und betreibt einen weiteren Standort an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) bei Koblenz.

 

Erstellt: 29.06.2012 | Letzte Änderung: 29.06.2012

Solidarität mit den gekündigten KollegInnen bei Helios

Helios Klinikkonzern kündigt 1000 Beschäftigten während Streik
Solidarität mit den KollegInnen!

Laut Presseberichten hat die dem Klinikkonzern Helios zugehörige „Zentrale Service-Gesellschaft (ZSP) Damp“ 1000 KollegInnen schriftlich gekündigt, da sich diese für einen unbefristeten Streik ausgesprochen haben.

ZSP wurde im März 2012 von Helios übernommen. Verdi möchte in den aktuellen Tarifverhandlungen die alten Konditionen halten und fordert zusätzlich 7,5% mehr Lohn. Das reichte Helios aus massenhaft Kündigungen auszusprechen, nachdem das Angebot des Konzerns, welches Lohneinbußen von zum Teil mehreren Hundert Euro bedeuten würde, abgelehnt wurde.

Es ist unseres Erachtens ein Paradebeispiel für den Umgang der Klinikkonzerne mit uns Beschäftigten. Aus reinem Interesse an Profitmaximierung werden unsere Bedürfnisse nicht nur ignoriert, sondern konsequent mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpft. Mit dem Angebot, das Helios den KollegInnen unterbreitet hat, soll die Prekarisierung der unteren Lohngruppen weiter voran getrieben werden.

Ein weiterer Aspekt dieses Konflikts ist die Tatsache, dass die Fresenius-Tochter Helios mit der Rhön Klinikum AG verschmelzen soll, zu der auch die Amper Kliniken Dachau gehören. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass Aktionäre von Rhön ihre Anteile an Fresenius abgeben. Die Frist dafür ist am 27. Juni abgelaufen. Es würde der größte Klinikkonzern in Europa mit 80.000 Beschäftigten entstehen. Das hierbei Renditeziele im Vordergrund stehen und nicht das Wohl von PatientInnen, liegt nicht nur für die Gewerkschaft auf der Hand, sondern auch für uns Beschäftigte, die die Auswirkungen einer solchen Entwicklung täglich am eigenen Leib erfahren dürfen.

Privatisierung bedeutet Personalabbau, Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und Lohndumping.

Allen Betroffenen gilt grundsätzlich unsere uneingeschränkte Solidarität!

Informationen über die geplante Übernahme Rhön Klinikum AG durch Fresenius, deren Tochterkonzern Helios ist, finden sich hier http://www.ungesundleben.org/privatisierung/index.php/Rh%C3%B6n#Juni_2012:_.C3.9Cbernahme_von_Rh.C3.B6n_AG_durch_Fresenius_ist_in_Gang_gesetzt

Erstellt: 23.05.2012 | Letzte Änderung: 23.05.2012

Leistungsentgelt nach § 18 TVöD: Ausschüttung des Gesamtvolumens setzt Betriebsvereinbarung voraus

Rechtstipp vom 21.05.2012

Das Gesamtvolumen, das ein Arbeitgeber für ein weiteres Leistungsentgelt nach § 18 Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) (VKA) in Verbindung mit der Protokollerklärung Nr. 1 zu § 18 Absatz 4 gebildet hat, ist nur dann vollständig auszuschütten, wenn eine Dienst- oder Betriebsvereinbarung existiert, die die Verteilungskriterien festlegt. Dies hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) entschieden.

Die Parteien streiten über die Zahlung eines weiteren Leistungsentgelts gemäß § 18 TVöD (VKA) in Verbindung mit der Protokollerklärung Nr. 1 zu § 18 Absatz 4. Nach § 18 Absatz 3 TVöD (VKA) wird für die vom Arbeitgeber zu zahlenden Leistungsentgelte ein Gesamtvolumen gebildet. Die Verteilung soll dann durch Dienst- oder Betriebsvereinbarung nach dort festzulegenden Kriterien erfolgen. Wird keine solche Vereinbarung geschlossen, erhalten die Arbeitnehmer ein so genanntes undifferenziertes Leistungsentgelt, das das Gesamtvolumen nur etwa zur Hälfte ausschöpft. In der Protokollerklärung zu § 18 Absatz 4 ist geregelt, dass sich das Leistungsentgelt im Folgejahr um den Restbetrag des Gesamtvolumens aus dem Vorjahr erhöht.

Die Beklagte zahlte für 2008 auf Grundlage der Protokollerklärung ein undifferenziertes Leistungsentgelt in Höhe von sechs Prozent des Tabellenentgelts des Klägers für September 2008. Eine Dienstvereinbarung zu § 18 TVöD existierte bei der Beklagten auch im Folgejahr nicht. 2009 zahlte die Beklagte an den Kläger wiederum nur sechs Prozent des Tabellenentgelts für September 2009. Der Kläger meine, auch ohne die Existenz einer Dienstvereinbarung müsse das für das Leistungsentgelt zur Verfügung stehende Volumen spätestens im Folgejahr vollständig ausgeschüttet werden. Die Klage hatte in keiner Instanz Erfolg.

Nach der tariflichen Regelung setze die vollständige Verteilung des für das Leistungsentgelt zur Verfügung stehenden Gesamtvolumens die Existenz einer Dienst- oder Betriebsvereinbarung voraus, erläutert das BAG. Dies ergebe sich aus Wortlaut, Systematik, Sinn und Zweck und Entstehungsgeschichte der Tarifregelung. Solange keine solche Einigung in Betrieb oder Dienststelle zustande komme, bestehe kein Anspruch auf eine höhere als die geleistete Zahlung in Höhe von sechs Prozent des Tabellenentgelts.

Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 16.05.2012, 10 AZR 202/11

Erstellt: 15.03.2012 | Letzte Änderung: 15.03.2012

Aufruf Aktionstag 11. Mai 2012

http://www.dbfk.de/Startseite/Aufruf-Aktionstag-2012-02-24.pdf

Erstellt: 06.03.2012 | Letzte Änderung: 06.03.2012

Kann man Gesundheit mit Geld kaufen?

Die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst enthalten nur Entgeltforderungen – wo bleibt der Gesundheitsschutz der Krankenhausbeschäftigten???

Erstellt: 02.03.2012 | Letzte Änderung: 06.03.2012

Zahlreich hingehen, um dem Minister deutlich zu machen, dass es im Krankenhaus so nicht weiter gehen kann!!!

7. März 2012, 19:00 Uhr

Aktuelle Herausforderungen der Gesundheitspolitik

Redner: Daniel Bahr, Bundesminister für Gesundheit

Am Mittwoch, 07.03.2012, lädt das Gesundheitsforum Saar e.V. zu einer Veranstaltung mit dem

Bundesminister für Gesundheit Daniel Bahr ein. Im Anschluss an die Rede können Sie, im Rahmen

einer offenen Diskussionsrunde, Fragen an den Bundesminister stellen.

Der Vortrag beleuchtet die aktuellen Herausforderungen der Gesundheitspolitik in der Bundesrepublik

Deutschland, das Arbeiten im Zukunftssektor Gesundheit sowie die grenzüberschreitende

Zusammenarbeit in diesem Bereich.

Kongresszentrum SHG-Kliniken Völklingen, Pasteurstraße 11a in 66333 Völklingen